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Auf die Frage "Was ist Jazz?" hat Louis Armstrong einmal geantwortet: "Daß Sie danach fragen, zeigt, daß Sie es niemals verstehen werden." Nicht gerade sehr informativ! Aber es gibt genug andere Statements, die zu erklären versuchen, was Jazz wirklich ist. Wir haben die interessantesten gesammelt. * * * * * * * * |
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| Keith Jarrett (Musiker) | "Wenn man
improvisiert, hat man nur sein Werkzeug, aber kein Material. Auch im
Jazz geht es nie um das Material, sondern um die Art, wie du spielst."
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| Philippe Hucher (franz. Autor) | Jazz ist
das künstlerische Ausdrucksmittel, in dessen Sprache die meisten
musikalischen Richtungen und Stile der Geschichte Eingang gefunden
haben. Der Grund hierfür liegt in dieser speziellen Kunstform selbst;
denn ihr Wesen, das sich nicht festlegen und einordnen lässt und das
sich jeder genaueren Definition entzieht, ist die Bewegung, die
Begegnung und der Austausch. Gerade darum entzieht sich der Jazz auch
heute noch jeder einfachen Kategorisierung. |
| Dave Brubeck (beim Jazzherbst 2002) | "Es
war immer eine Musik, die die Kulturen und Menschen zusammenführte. Und
es war immer eine Musik, die von der Welt Freiheit forderte. Es ist in
vieler Hinsicht die wichtigste Musik der Welt - JAZZ!"
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| Joachim-Ernst Berendt (deutscher Jazzkritiker) | "Jazz
ist eine in den USA aus der Begegnung des Schwarzen mit der europäischen
Musik entstandene künstlerische Musizierweise. Das Instrumentarium, die
Melodik und die Harmonik des Jazz entstammen zum größeren Teil der
abendländischen Musiktradition. Rhythmik, Phrasierungsweise und
Tonbildung sowie Elemente der Blues-Harmonik entstammen der
afrikanischen Musik und dem Musikgefühl des amerikanischen Negers. Der
Jazz unterscheidet sich von der europäischen Musik durch drei
Grundelemente, die intensitätssteigernd wirken: 1. durch ein besonderes Verhältnis zur Zeit, das mit dem Begriff "swing" gekennzeichnet wird (im Deutschen kleingeschrieben, um den Unterschied zum Jazzstil "Swing" der 30er Jahre deutlich zu machen). 2. durch eine Spontaneität und Vitalität des musikalischen Ausdrucks, bei der die Improvisation eine Rolle spielt. 3. durch eine Tonbildung bzw. Phrasierungsweise, in der sich die Individualität des einzelnen Musikers zu erkennen gibt."
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| Aus einem DDR-Lexikon | "Jazz
ist ein Giftgasangriff auf das proletarische Bewusstsein".
"Jazzer, egal welcher Hautfarbe, die Bebop oder Cooljazz spielen, das sind Snobs, das sind Volksschädlinge".
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| Definition im Dritten Reich | "Jazz
ist 1. Musik mit verzerrten Rhythmen, 2. Musik mit atonaler
Melodieführung und 3. Verwendung von gestopften Hörnern"
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| Roger Pellaton (in de.alt.fan.haraldschmidt) | "Eine
synkopische None, ein schwarzer Bassist und ein Glas Whiskey auf einem
Barhocker machen noch keinen Jazz"
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| Louis Armstrong (Musiker) | "Jazz ist
ein Stück Leben - eine Brücke von Mensch zu
Mensch"
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| Johnny Griffin (Musiker): | "Jazz is
shit!"
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| Sonny Rollins (Musiker): | "Doch
schon bevor ich alt genug war, um gleichgesinnte Freunde zu haben, war für
mich, der ich im New Yorker Stadtteil Harlem aufwuchs, Jazz bereits ein
Teil meines Lebens geworden. Es war nicht nur die Musik, so großartig
wie sie war, sondern auch das Gefühl von Wahrheit und Güte, das sie
verkörperte – eine Art und Weise. die Leute zum Lächeln zu bringen
und ihren Geist zu erquicken. Eine Weise, Können zu würdigen und dabei
auch doch Intuition anzuerkennen. Eine Weise, sich darüber klarzuwerden,
dass es tatsächlich einen Unterschied zwischen richtig und falsch,
Wahrheit und Lüge, gut und böse gibt. Täuschen wir uns nicht: Der
Jazz ist eine gewaltige Kraft für den Frieden und das Verständnis
zwischen den Nationen und Völkern, und unsere Welt würde ohne ihn ein
viel unwirtlicherer Ort sein."
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| Sun
Ra (Musiker):
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"Jazz ist der Klang des Universums" |
| Duke
Ellington (Musiker):
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"Jazz ist die Freiheit, viele Formen zu haben." |
| Archie
Shepp (Musiker):
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"Jazz ist Schwarze Musik" |
| Miles
Davis (Musiker):
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"Jazz ist ein Wort der weißen Mannes." |
| Dave
Brubeck (Musiker):
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"Was
ist Jazz? Wenn der Solist nicht die völlige Freiheit hat, hört es auf,
Jazz zu sein. Jazz
ist wahrscheinlich die einzige heute existierende Kunstform, in der es
die Freiheit des Individuums ohne den Verlust des Zusammengehörigkeitsgefühles
gibt."
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| Fats
Waller (Musiker):
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"Jazz ist nicht, was Du machst, sondern wie Du es tust." |
| Arrigo
Polillo (Jazzkritiker):
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"Die
Wahrheit ist, dass man heute unter "Jazz" nichts anderes
versteht, als den musikalischen Ausdruck – in dauerndem, sehr
schnellen Wandel – einer bestimmten Kultur: der der Neger, die in den
großen Städten der Vereinigten Staaten leben, umgeben von einem Kreis
sehr zahlreicher Sympathisanten (im etymologischen Sinn dieses
Begriffes) und zwar in erster Linie solcher Leute, die die herrschende
weiße Klasse, das Establishment, in irgendeinem Grade zur Assimilation
oder zur Annäherung mit den Negern gebracht hat. Es handelt sich hauptsächlich
um Juden, die zum großen Teil aus Osteuropa stammen, und um
Italo-Amerikanern: zwei ethnische Gruppen, die mit den Negern wenigstens
eine kurze Zeit das Schicksal der Unterprivilegierten in Gettos geteilt
haben, die mehr oder minder starre Grenzen haben und manchmal nur
psychologischer Natur sind."
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| Lennie
Tristano (Musiker):
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"Jazz ist nicht besonders afrikanisch. Rabbis in der Synagoge und Zigeuner klingen mehr nach Jazz als irgendetwas in Afrika." |
| Dizzy Gillespie (Musiker): | "Jazz ist, warum dieses Jahrhundert anders klingt als andere." |