
JAMES "JIM" G. PEPPER
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ts, ss, voc, comp geb. 17. 6. 1941 Reservation Chinawu, Oregon, gest. 10. 2. 1992 Portland, Oregon.
Sein Vater Gilbert, ein Kansa-Indianer, war Bäcker und Musiker, seine Mutter Floy, eine Muskogee, arbeitete als Lehrerin. Jim Pepper verbrachte Teile seiner Kindheit bei seinem Großvater Ralph in Oklahoma, der ihn mit der vor allem musikalischen - Kultur seiner Ahnen vertraut machte. Als Kind versuchte er sich als Stepptänzer und Sänger in Indianershows, und mit fünfzehn Jahren, nun an Blues und Jazz interessiert, begann der Autodidakt Saxophon zu spielen und mit lokalen Jazzgruppen zu konzertieren. 1964 übergesiedelte er nach New York und arbeitete dort mit Randy Brecker, Bob Moses und Larry Coryell. Herbie Mann produzierte 1970 sein Debüt-Album als Leader, «Pepper's Pow-Wow» mit Larry Coryell und Billy Cobham sowie Peppers Vater und Stiefmutter unter den Sidemen. Die darauf enthaltene Vokalversion von «Wichi Tai To» - ein kultisches Komantschenlied - wurde zum Hit, den später auch u. a. Jan Garbarek, Keith Jarrett und Don Cherry einspielten. Trotz seines Erfolges vom Musikbusiness frustriert, lebte Pepper 1971 bis 1979 in Alaska, arbeitete als Jäger, Fischer und Sozialarbeiter für indianische Kinder und spielte nur gelegentlich mit lokalen Gruppen. Don Cherry, selbst indianischer Abstammung, holte ihn 1979 nach San Francisco, wo ihm 1974 in Abwesenheit der erster Ralph J. Gleason Award verliehen wurde. Es folgten das Album «Welcome Aliens» und 1982 die Veröffentlichung von «Alaska's Greatest Hits» sowie nach neuerlicher Etablierung in New York ab 1982 Einspielungen und Konzerttourneen mit Bob Moses, Charlie Haden (1979 und 1982 Europa), Paul Motian (1979 bis 1984) und Don Cherry (1981 Afrika), dessen Gruppe Codona Pepper 1983/84 ebenfalls angehörte. Viel Beachtung fand 1983 sein Album «Comin' And Goin'» mit Kenny Werner und Codona-Mitstreitern Cherry, Collin Walcott und Nana Vasconcelos. Er ließ, nun vorwiegend auf dem deutschen Label Enja, eine Serie wichtiger neuer Aufnahmen folgen. Der Saxophonist, der 1989/90 in Wien und danach in Oregon lebte und zuletzt oft mit Mal Waldron oder Dewey Redman und eigenen Gruppen mit John Betsch und Kirk Lightsey als Sidemen aufgetreten war, erkrankte 1991 an Lymphknotenkrebs. Er hatte auch für Dokumentarfilm-Produktionen komponiert und sich auf vielfaltige Weise für indianische Organisationen eingesetzt. Er führte 1989 mit dem Brooklyn Philharmonic Orchestra eine eigene Orchesterkomposition auf und schrieb eine Oper über die Ureinwohner Amerikas. Spielte bei uns mit Allan Praskin (as), Larry Porter (p), Marc Abrams (b) und Paolo Pellegatti (dr) |
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