ANTAL "TONY" LAKATOS
| *13. 11.1958 in Budapest
ts, ss, comp Einflüsse von John Coltrane, aber auch von Tenoristen vor und nach diesem hat Tony Lakatos nach einer Phase, in der er sich wie etwa Michael Brecker oder Bob Berg überwiegend im Fusion-Umfeld entfaltet hatte, in eine eigene, zeitlos-moderne Sprache transferiert. Er verfügt über einen leuchtenden Ton mit kompakten Höhen und phrasiert sehr plastisch. Sein perfekter Umgang mit Time, auch in langsamen Tempi, zeichnet den Balladen-Interpreten aus. Der Kritiker Chuck Berg verglich ihn in dieser stilistischen Ausprägung mit Joe Henderson und Joe Lovano. Als Sohn und Enkel von Geigern begann Tony Lakatos seine musikalische Entwicklung mit Geigenunterricht. Erst mit fünfzehn Jahren entdeckte er das Saxophon für sich. Während seines Studiums von 1976 bis 1979 am Bartok-Konservatorium begann Lakatos mit eigenen Gruppen aufzutreten. 1979 folgte in Athen das Plattendebüt, 1982 in Budapest das zweite Album, "Sing-Sing Song". Schon seit 1980 war Lakatos gelegentlich in Deutschland aufgetreten, vor allem mit Toto Blanke und Chris Beier. Nun Mitglied der Big Band des Hessischen Rundfunks, musizierte er parallel mit eigenen Gruppen wie Things, mit denen er "Blues For The Last Punk" (1985) und "Mother Nature" (1987) präsentierte, aber auch mit Kenny Wheeler, Art Farmer, Kirk Lightsey, Ed Thigpen, Joachim Kühn, Ray Anderson, Trilok Gurtu, Dom Um Romao, Peter Herbolzheimer, Randy Brecker, Barbara Dennerlein sowie Jasper van t'Hof und Al Foster, deren Gruppen er fest angehört. Tony Lakatos, der u. a. bei Festivals in Singapur, Bracknell, Leverkusen und Pori gastierte, wirkte auch an Einspielungen von Michael Sagmeister, Özay, Peter O'Mara, Wolfgang Haffner, Philippe Caillat, Juraj Galan, Christoph Sänger, Fritz Krisse, Dusko Goykovich und Thomas Heidepriem mit. Unter seinen eigenen Alben sind "Different Moods" (1991) in wechselnden Besetzungen, "Recycling" (1993) mit Lightsey, Foster und Tibor Elekes (b), "The News" mit Lightsey, Foster und George Mraz, "Live In Budapest" (1996) mit Foster, Joanne Brackeen und Cecil McBee und "New York Straight Ahead" mit Dick de Graaff als Co-Leader hervorzuheben, aus jüngerer Zeit zudem "Generation X" (1997) mit Randy Brecker als Gast, "Milan Svoboda Quartet Featuring Tony Lakatos" (1998) und "NY Straight Ahead" (2002) mit Dick DeGraaf. |
Copyright © 2002 (J.Plank für den Jazzclub Life, Salzburg)