
AXEL ZWINGENBERGER
| *7.5.1955 Hamburg
Piano, Celesta, Cembalo, Komp Axel Zwingenberger hatte bis zu seinem 17. Lebensjahr klassischen Klavierunterricht und brachte sich dann durch das Studium von Platten das Boogie-Idiom bei. Als Vorbilder nennt Zwingenberger u. a. Jimmy Yancey, Albert Ammons, Meade Lux Lewis und Pete Johnson, die er genau studiert, aber keineswegs kopiert hat. Er verweist aber auch auf die prägende Wirkung seiner Zusammenarbeit mit den Boogie-Mitstreitern Georg Möller und Vince Weber oder Musikerpersönlichkeiten wie Champion Jack Dupree, Lionel Hampton, Sippie Wallace, Alexis Korner, Joe Newman, Big Joe Turner und Sammy Price für die Ausbildung eines persönlichen Boogie-Pianostils und einer individuellen Handschrift. Beim 1. Blues- und Boogie-Festival des WDR in Köln wurde das breite Publikum auf den Amateur, der eigentlich Jura studierte, aufmerksam. Es folgten Auftritte alljährlich beim Stars Of Boogie Woogie Festival in Wien, einschlägigen Festivals in Europa, auf Europa-Tourneen mit u. a. Monty Sunshine, Alexis Korner (1979), Lionel Hampton (1980) und auf Konzertreisen durch Südostasien (1981 und 1982) sowie Nordafrika (1983). Darüber hinaus gab er Duo-Konzerte mit Pianisten wie Leopold von Knobelsdorf (seit 1976) und Vince Weber (1986/87), reiste oft in Gruppen mit seinem Bruder Torsten, 1985 auch mit den Stars Of Boogie Woogie, durch Europa und nahm 1987 am 1. Hot Jazz Festival auf See teil. Schon 1976 hatte der Pianist, begleitet vom Schlagzeuger Teddy Ibing, die erste LP unter eigenem Namen, «Boogie Woogie Breakdown», aufge- nommen. Ihr folgten Aufnahmen u.a.mit Martin Pyrker, Torsten Zwingen- berger, Big Joe Turner, Roy Milton, Eddie Cleanhead Vinson und Margie Evans. Nach diversen Begegnungen seit 1978 mit Lionel Hampton und 1980 der Europatournee als Gastsolist der Big Band Hamptons gab es 1982 in New York auch Platteneinspielungen mit diesem Orchester und Solisten wie Illinois Jacquet und Arnett Cobb. 1983 begann Zwingenberger eine Plattenserie unter dem Titel «A. Z. And The Friends Of Boogie Woogie», die ihn in Gesellschaft von Sippie Wallace (Vol. I, 1983; Vol. III, 1986 live), ferner von J oe Newman, Lloyd Glenn und Big Joe Turner (Vol. II, 1985) präsentiert. 1985 wurde eines seiner zahlreichen Solokonzerte live mitgeschnitten (LP «Boogie Woogie -live»). Mit einigen seiner auf Platten vorgestellten Partner, darunter Sippie Wallace, war der Pianist wiederholt auch auf Tournee. Homepage: http://www.boogiewoogie.net/ |
Copyright © 2001 (J.Plank für den Jazzclub Life, Salzburg)